betriebliche Brandschutzunterweisungen (ArbSchG)

Der Brandschutz gehört im Rahmen des Arbeitsschutzgesetzes (ArbSchG) zu den grundlegenden Verpflichtungen des Arbeitgebers.

Zur Verbesserung der Sicherheit verpflichtet das ArbSchG den Arbeitgeber zur Durchführung von Maßnahmen zur Ersten Hilfe, Brandbekämpfung und Evakuierung der Beschäftigten (§ 10 Absatz 1). In diesem Rahmen muss festgelegt werden, wer die Verantwortlichkeit für die entsprechenden Aufgaben übernimmt. Entscheidend ist, dass Anzahl, Ausbildung und Ausrüstung der Verantwortlichen in einem angemessenen Verhältnis zur Zahl der Beschäftigten sowie zu den bestehenden besonderen Gefahren der Arbeitsstätte und der Tätigkeiten stehen (§ 10 Absatz 2).
Als Faustformel für größere Unternehmen wird geraten, dass 5% aller Beschäftigten oder zwei Personen pro Schicht oder Abteilung an einer Brandschutzschulung teilnehmen. Die genauen Vorgaben finden Sie im Arbeitsschutzgesetz. Die Gefahrenbeurteilung des Betriebes oder Arbeitsplatzes ist im betrieblichen Brandschutzkonzept aufgeführt. 

Nach § 12 Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) hat ein Unternehmer seine Beschäftigten über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit ausreichend und angemessen zu unterweisen. Darunter fällt auch der Brandschutz.

Die Brandschutzunterweisung ist als Bestandteil der Arbeitsschutzunterweisung anzusehen und muss vor Aufnahme einer neuen Tätigkeit durchgeführt werden. Des Weiteren sind Unterweisungen mindestens einmal jährlich zu wiederholen und unbedingt zu dokumentieren (§ 4 DGUV Vorschrift 1). 
Es ist äußerst wichtig, dass Ihre Mitarbeiter lernen, wie sie sich im Brandfall zu verhalten haben und was sie zur Vermeidung oder Minimierung eines Brandes tun können. 

Ziel der Brandschutzschulung ist, dass in Betrieben in allen Abteilungen genügend Mitarbeiter anwesend sind, die im Falle eines Brandes ausreichend geschult sind, um Feuerlöscheinrichtungen richtig bedienen zu können.

Die Brandschutzunterweisung der fireconcept GbR besteht aus einem theoretischen- und einem Praxisteil.

Im theoretischen Teil  gehen wir auf folgende Wissensthemen ein:
1 – Allgemeine rechtliche Grundlagen
2 – besondere Gefahren
3 – Maßnahmen bei Evakuierungen
4 – Absetzen von Notrufen
5- Verhalten im Brandfall
6 – Brandlehre
6.1 – brennen und löschen
6.2 – Brandklassen
6.3 – Feuerlöscherarten
6.4 – Löschtaktiken

In der Praxis  erfolgt die die Begutachtung der betrieblichen brandschutztechnischen Einrichtungen und den vorhandenen Rettungswegen sowie die Handhabung von Feuerlöschern und dem richtigen Löschen von Feuer. Für das Feuerlöschtraining wird ein gasbetriebener Brandsimulator genutzt. Die Übungslöscher werden mit Wasser und Druckluft betrieben.

Im  Vordergrund der praktischen Übung steht die Handhabung des Feuerlöschers, das Löschen und der Eigenschutz am offenen Feuer.

Schulungsübersicht

Ort: vor Ort Unterweisung.
Für die Feuerlöschübung benötigen wir einen Wasseranschluss, sowie eine Fläche von 8×8 Meter für den gasbetriebenen Löschtrainer.

Teilnehmerzahl: max. 10 Personen

Dauer: Die Dauer richtet sich nach der Anzahl der Teilnehmer.
Bei 10 Teilnehmern sollten ca. 1,5 Stunden eingeplant werden.

Gebühren: Für eine Brandschutzunterweisung berechnen wir pauschal 280 Euro inkl. MwSt, inkl. anfahrt bis 50 km und Auf/Abbau

Alle Teilnehmer erhalten eine Teilnahmebestätigung.


Für Rückfragen, Beratung und Buchungen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.


– Auszug: ArbSchG –
Gesetz über die Durchführung von Maßnahmen des Arbeitsschutzes zur Verbesserung der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes der Beschäftigten bei der Arbeit (Arbeitsschutzgesetz – ArbSchG)

§ 10 Erste Hilfe und sonstige Notfallmaßnahmen

(1) Der Arbeitgeber hat entsprechend der Art der Arbeitsstätte und der Tätigkeiten sowie der Zahl der Beschäftigten die Maßnahmen zu treffen, die zur Ersten Hilfe, Brandbekämpfung und Evakuierung der Beschäftigten erforderlich sind. Dabei hat er der Anwesenheit anderer Personen Rechnung zu tragen. Er hat auch dafür zu sorgen, dass im Notfall die erforderlichen Verbindungen zu außerbetrieblichen Stellen, insbesondere in den Bereichen der Ersten Hilfe, der medizinischen Notversorgung, der Bergung und der Brandbekämpfung eingerichtet sind.

(2) Der Arbeitgeber hat diejenigen Beschäftigten zu benennen, die Aufgaben der Ersten Hilfe, Brandbekämpfung und Evakuierung der Beschäftigten übernehmen. Anzahl, Ausbildung und Ausrüstung der nach Satz 1 benannten Beschäftigten müssen in einem angemessenen Verhältnis zur Zahl der Beschäftigten und zu den bestehenden besonderen Gefahren stehen. Vor der Benennung hat der Arbeitgeber den Betriebs- oder Personalrat zu hören. Weitergehende Beteiligungsrechte bleiben unberührt. Der Arbeitgeber kann die in Satz 1 genannten Aufgaben auch selbst wahrnehmen, wenn er über die nach Satz 2 erforderliche Ausbildung und Ausrüstung verfügt.